1.Was das Regelwerk über die Ziehung des Wurfkreises sagt
Artikel 6 des offiziellen FFPJP-CMSB-Regelwerks ist in zwei grundlegenden Punkten sehr klar: Der Wurfkreis muss einen Innendurchmesser zwischen 35 und 50 cm haben und platziert werden in mindestens 1 Meter Abstand von jedem Hindernis (Mauer, Seil, Grundlinie usw.). Seit 2024 ist der zugelassene starre Wurfkreis im offiziellen Wettbewerb Pflicht geworden, was die Einhaltung des Durchmessers vereinfacht, da er serienmäßig 50 cm Außendurchmesser hat.
Für Wettbewerbe, die nicht über zugelassene Wurfkreise verfügen (lokale Wettbewerbe, freies Spiel, Freundschaftspartien), erlaubt das Regelwerk weiterhin die manuelle Ziehung mit einer Sprühdose, einem Stock oder sogar einem Finger — vorausgesetzt, der Durchmesser bleibt vorschriftsmäßig und die Form ist eindeutig kreisförmig. Ein ovaler, verformter oder ungefährer Wurfkreis öffnet die Tür für Einsprüche.
2.Fehler Nr. 1 — Nicht vorschriftsmäßiger Durchmesser
Das ist der häufigste Fehler beim freien Spiel: Man zieht einen kleinen Kreis von 25 cm, weil der Boden hart ist. Das ist zu klein und somit nicht vorschriftsmäßig. Wird die Abweichung vor der ersten gespielten Boule festgestellt, muss der Wurfkreis sofort neu gezogen werden. Wird sie erst danach festgestellt, ist es komplexer: Ein Schiedsrichter toleriert im Allgemeinen die laufende Aufnahme (aus Gründen der Flüssigkeit), verlangt aber ab der nächsten Aufnahme einen vorschriftsmäßigen Wurfkreis.
Umgekehrt ist ein Wurfkreis mit 80 cm Durchmesser genauso wenig vorschriftsmäßig. Das mag unbedeutend erscheinen, aber dieser zu große Wurfkreis verfälscht die Abstandsmessung zum Cochonnet (6 bis 10 m ab dem Innenrand des Wurfkreises). Das Regelwerk schreibt eine präzise Geometrie vor, keine vage Zone.
3.Fehler Nr. 2 — Wurfkreis weniger als 1 Meter von einem Hindernis entfernt
Artikel 6 legt fest, dass der Wurfkreis mindestens 1 Meter von jedem Hindernis entfernt — Mauer, Seil der Linie, Grundlinie des abgegrenzten Terrains, Anschlag, Baum, Bank sein muss. Diese Regel gibt es aus zwei Gründen: dem Spieler ermöglichen, seine Geste frei auszuführen, und die Sicherheit gewährleisten (ein rutschender Fuß darf kein hartes Hindernis treffen).
Wenn ein Wurfkreis zu nah an einer Mauer ist, kann der Gegner den Schiedsrichter — oder den Delegierten — bitten, ihn neu zu positionieren. Wenn die Aufnahme bereits begonnen hat, gibt es zwei Schulen: Annullierung und Wiederholung (strenge Option) oder Fortsetzung und Korrektur bei der nächsten Aufnahme (pragmatische Option). Bei nationalen Wettbewerben wird die strenge Option angewandt.
📏Auf Boulodroms aus Holz (Bretter, gemalte Linien) wird die 1-Meter-Regel noch strenger angewandt als im Freien: Die geringste Boule, die an der Linie abprallt, kann die Aufnahme stören, und ein Wurfkreis zu nah an einem Brett vervielfacht die strittigen Abpraller. Die internationalen Schiedsrichter sind an diesem Punkt besonders aufmerksam.
4.Fehler Nr. 3 — Position in Richtung Spielmitte
Klassischer Fehler: Man wirft das Cochonnet von der anderen Seite neu, und anstatt einen neuen Wurfkreis zu ziehen um die Boule, die dem vorherigen Wurf am nächsten liegt (offizielle Regel), zieht man ihn irgendwo hin. Artikel 6 ist eindeutig: Der neue Wurfkreis muss gezogen werden um das in der vorherigen Aufnahme gespielte Ziel, wenn dieses nicht mehr verwendbar ist.
Im Fehlerfall bei der Positionierung (Wurfkreis zu sehr verschoben, in einem anderen Rahmen, in der Zone einer anderen Mannschaft) ist die Aufnahme ungültig und muss neu begonnen werden. Es ist einer der Fehler, die die meisten Konflikte auslösen, weil er den gesamten Spielwinkel verändert.
5.Zusammenfassende Tabelle: 6 Fehler und ihre Konsequenzen
Hier ist die Bewertungsmatrix, die von den FFPJP-Schiedsrichtern bei Fehlern bei der Ziehung des Wurfkreises angewandt wird:
| Ziehungsfehler | Häufigkeit im Wettbewerb | Offizielle Konsequenz |
|---|---|---|
| Durchmesser < 35 cm oder > 50 cm | Sehr häufig | Wurfkreis vor dem Wurf neu zu ziehen |
| Weniger als 1 m von einem Hindernis | Häufig | Neu positionieren oder Aufnahme annullieren |
| Schlechte Position beim Neuwerfen | Häufig | Aufnahme null und nichtig, neu zu beginnen |
| Wurfkreis während der Aufnahme gelöscht | Gelegentlich | An der ursprünglichen Stelle neu ziehen |
| Wurfkreis während der Schüsse verschoben | Gelegentlich | Wieder an seinen Platz legen |
| Wurfkreis auf gegnerischer Spiellinie | Selten | Annullierung und neue Ziehung |
6.Fehler Nr. 4 — Wurfkreis während der Aufnahme gelöscht
Auf weichem Boden (Kies, Sand, gestampfte Erde) kann ein von Hand gezogener Wurfkreis allmählich verschwinden durch das Hin und Her der Spieler und das Herabfallen der Boulen. Das Regelwerk ist klar: Der gelöschte Wurfkreis muss am selben Ort identisch nachgezogen werden, unter Verwendung der Restspuren und des Gedächtnisses beider Mannschaften.
Wenn die genaue Ziehung nicht rekonstruiert werden kann und sich die Mannschaften nicht einigen, greift der Schiedsrichter ein: Er annulliert die laufende Aufnahme und lässt den Wurfkreis so nah wie möglich an der ursprünglichen Position nachziehen, sich dabei wenn möglich auf die Fußspuren der letzten Spieler stützend.
7.Fehler Nr. 5 — Wurfkreis während der Schüsse verschoben
Die zugelassenen starren Wurfkreise sind nicht unzerstörbar: Eine mit voller Geschwindigkeit geschossene Boule kann sie um mehrere Zentimeter verschieben. Das Regelwerk sieht vor, dass diese Verschiebung weder die Boule noch die Aufnahme ungültig macht. Der Wurfkreis wird einfach an seine ursprüngliche Position zurückgelegt vor dem nächsten Schuss, durch den Schiedsrichter, falls anwesend, oder durch die Spieler, wenn der Ort klar ist (Spuren am Boden).
Wenn die Verschiebung jedoch so erheblich ist, dass man nicht mehr weiß, wo die ursprüngliche Position war, wird die Aufnahme bestätigt, aber der neue Wurfkreis (für die nächste Aufnahme) muss bestmöglich ausgehandelt zwischen den Mannschaften werden — oft entscheidet der Schiedsrichter.
Offizieller Schweregrad eines nicht vorschriftsmäßigen Wurfkreises Wurfkreis weniger als 1 m von einer Mauer · Schweregrad 9/10 Direkte Sanktion: obligatorisches Neupositionieren und Aufnahme neu zu beginnen, wenn der Fehler spät bemerkt wird. Nicht vorschriftsmäßiger Durchmesser · Schweregrad 6/10 Moderate Sanktion: Wurfkreis neu zu ziehen, ohne Annullierung, wenn die Aufnahme bereits begonnen hat. Wurfkreis durch geschossene Boule verschoben · Schweregrad 3/10 Einfaches Zurücklegen. Keine Konsequenz für die laufende Aufnahme.8.Fehler Nr. 6 — Wurfkreis auf gegnerischer Spiellinie platziert
Bei einem Wettbewerb auf abgegrenzten Rahmen (nummerierte Terrains) kommt es vor, dass ein Wurfkreis auf der Linie platziert wird, die zwei Spiele trennt, oder schlimmer, im Terrain der benachbarten Mannschaft. Das ist ein häufiger Fehler, wenn man das Ziel zum äußeren Ende des Spiels neu wirft und mechanisch den neuen Wurfkreis zieht. Das Regelwerk schreibt dann vor, die Ziehung zu annullieren und ihn neu zu platzieren innerhalb des zugewiesenen Rahmens.
Wenn von diesem Wurfkreis außerhalb der Grenzen bereits eine Aufnahme gespielt wurde, wird sie neu gespielt. Andernfalls wird der Wurfkreis einfach verschoben und die Aufnahme verläuft normal. Dieser Fehler ist im Spitzenbereich selten, aber bei departmentalen Multi-Spiel-Wettbewerben häufig.
9.Das offizielle Vorgehen, wenn der Wurfkreis ungültig ist
Wenn Sie feststellen, dass ein Wurfkreis falsch gezogen ist, hier das vom Regelwerk vorgesehene Vorgehen:
- Vor der ersten Boule melden : Das ist der ideale Moment. Bitten Sie den Gegner ruhig, den Wurfkreis neu zu ziehen.
- Wenn die Aufnahme begonnen hat: bis zum Ende fortsetzen, dann die nächste Aufnahme korrigieren (pragmatische Option der lokalen Wettbewerbe).
- Bei offiziellem Wettbewerb: den Schiedsrichter rufen, der zwischen sofortiger Annullierung oder aufgeschobener Korrektur entscheiden wird.
- Nicht niemals den gegnerischen Wurfkreis ohne Zustimmung selbst neu ziehen — das wird als unsportliches Vergehen gewertet.
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Um weiterzugehen, schauen Sie auch in unser Dossier zu der Fußregel im Wurfkreis und unseren Artikel über die von Schiedsrichtern bestraften Vergehen. Unsere Rubrik wenig bekannten Regeln und unsere kostenlosen Werkzeuge ergänzen diesen Leitfaden sinnvoll.
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💻 Die Software entdeckenFAQ – Ihre häufig gestellten Fragen
Melden Sie es höflich vor der ersten gespielten Boule und verlangen Sie eine Neuziehung vorschriftsmäßig zum Durchmesser 35-50 cm. Wenn die Aufnahme begonnen hat, warten Sie das Ende ab und fordern Sie bei der nächsten Aufnahme einen korrekten Wurfkreis. Bei offiziellem Wettbewerb rufen Sie den Schiedsrichter. Nein. Der Schuss bleibt gültig. Der Wurfkreis wird einfach an seinen ursprünglichen Ort zurückgelegt. Es gibt keine Sanktion, weder für den Schützen, noch für die gegnerische Mannschaft. Das FFPJP-Regelwerk schreibt mindestens 1 Meter zwischen dem Wurfkreis und jedem Hindernis (Mauer, Seil, Anschlag, Bank) vor. Dieser Abstand ermöglicht eine freie Ausführung der Geste und gewährleistet die Sicherheit des Spielers. Ja, vorausgesetzt, der Ort wird identisch beibehalten. Wenn der Wurfkreis durch das Hin und Her gelöscht wird, zieht man ihn am selben Ort unter Verwendung der Restspuren nach. Bei Uneinigkeit entscheidet der Schiedsrichter. Seit 2024 ist der starre Wurfkreis in allen offiziellen FFPJP-Wettbewerben (Nationale, Meisterschaften, Coupe de France) Pflicht. Bei departmentalen Wettbewerben ist die manuelle Ziehung noch toleriert, wenn der Durchmesser vorschriftsmäßig ist. 📎 Verwandte Artikel RegelwerkDie Fußregel: was man wissen muss RegelwerkFußvergehen, die von Schiedsrichtern bestraft werden ReglementDie wenig bekannten Regeln der Pétanque© La Pétanque von Paquita — petanqueland.fr ·
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Artikel, der auf dem offiziellen FFPJP-CMSB-Regelwerk (Artikel 6, Bestimmungen über die Ziehung des Wurfkreises) und der Beobachtung der Schiedsrichterpraxis bei nationalen Wettbewerben beruht. An lokale Gebräuche anzupassen, ohne dem föderalen Wortlaut zu widersprechen.