Die 6-bis-10-Meter-Regel — was das Reglement wirklich sagt
Das offizielle FIPJP-Reglement präzisiert, dass die Entfernung gemessen wird vom inneren Kreisrand bis zum Schweinchen — nicht vom Kreismittelpunkt, nicht von den Füßen des Spielers. Dieser Messpunkt ist präzise und wird in Freundschaftsspielen oft falsch angewendet.
📏 ZONE DE VALIDITÉ DU COCHONNET ZONE VALIDE 0 m 6 m ← min zone réglementaire max → 10 m + Zone invalide Zone valide Mesuré depuis le inneren Kreisrand — nicht vom Mittelpunkt, nicht von den Füßen des Spielers. 📄 FIPJP-Grundsatz Für Junioren- und Seniorspieler muss die Entfernung zwischen dem inneren Kreisrand und der Zielkugel zwischen mindestens 6 Metern und höchstens 10 Metern liegen. Wird die Zielkugel zu kurz oder zu lang geworfen, ist sie ungültig und das im Reglement vorgesehene Verfahren kommt zur Anwendung. Quelle: Offizielles FIPJP-Reglement — Artikel zum Zielwurf ⛔ Klassischer MessfehlerDer offizielle Messpunkt ist der inneren Kreisrand. Messen vom Kreismittelpunkt oder von den Füßen ergibt ein um mehrere Zentimeter abweichendes Resultat. Im Wettbewerb kann diese Abweichung einen Wurf ungültig machen, den alle für gültig hielten.
Die weiteren einzuhaltenden Abstände (oft vergessen)
Die 6–10-Meter-Regel ist notwendig aber nicht hinreichend. Eine Zielkugel auf genau 7 Metern vom Kreis kann völlig nicht regelkonform sein, wenn sie die anderen Platzierungsbedingungen nicht erfüllt. Deshalb ist eine Zielkugel nie automatisch gültig, weil sie im richtigen Entfernungsbereich liegt.
🧱 Abstand zu HindernissenDas Schweinchen muss einen Mindestabstand zu den festen Hindernissen auf dem Terrain haben. Eine Zielkugel, die an einer Mauer oder einem Terrainrand klebt, kann selbst aus 8 Metern ungültig sein.
🏁 Abstand zur GrundlinieDie Zielkugel muss einen Mindestabstand zur Grundlinie des Terrains einhalten. Diese Bedingung wird in Freundschaftsspielen auf freiem Terrain oft ignoriert, aber im Turnier gilt sie.
⚽ Abstand zu anderen SpielenIn einem Turnier mit mehreren benachbarten Spielen muss das Schweinchen ausreichend von den anderen laufenden Aufnahmen entfernt sein. Die Nähe zu einem anderen Spiel kann die Platzierung ungültig machen.
⭕ Erlaubte SpielzoneDie Zielkugel muss in der für die Partie definierten Spielzone landen und dort bleiben. Ein Schweinchen außerhalb der Grenzen — selbst in guter Entfernung vom Kreis — ist ungültig.
💡 Paquitas RatPräg dir das ein: die Entfernung ist die Grundbedingung. Die anderen Bedingungen (Hindernisse, Grundlinie, andere Spiele) sind zusätzliche Filter, die einen Wurf trotz korrektem Entfernungsbereich ungültig machen können. In der Reihenfolge zu prüfen vermeidet es, einen nicht regelkonformen Wurf zu übersehen.
Sichtbarkeit der Zielkugel vom Kreis aus
Das ist eine der in der Praxis am wenigsten geprüften Bedingungen — und eine der wichtigsten. Das Reglement verlangt, dass das Schweinchen vom Wurfkreis aus unter den vorgesehenen Bedingungen sichtbar ist. Eine Zielkugel, die hinter einem festen Hindernis oder in einer tiefen Mulde verborgen ist, kann ungültig sein.
- 👁️Der Spieler, der sich anschickt zu werfen, muss das Schweinchen vom Kreis aus sehen können. Er ist der Betroffene, nicht die Zuschauer oder die woanders positionierten Mitspieler.
- 🪨Ein natürliches Relief (Mulde, Hügel) kann das Schweinchen verbergen, ohne dass ein Fehler vorliegt. Die Regel fasst genau die Bedingungen ein, unter denen Sichtbarkeit verlangt wird.
- 🎳Eine Kugel vor der Zielkugel (versteckter Stopper) ist ein Sonderfall, der anders behandelt wird. Eine teilweise von einer Kugel verdeckte Zielkugel bleibt oft gültig. Siehe unseren Artikel zum versteckte Zielkugel.
- ⚖️Im Fall einer Uneinigkeit über die Sichtbarkeit entscheidet im Turnier der Schiedsrichter. In Freundschaftsspielen ist der gute Reflex, vor der ersten gespielten Kugel gemeinsam zu prüfen.
Die Sichtbarkeit der Zielkugel beim Wurf und die Nichtigkeit der Zielkugel während der Aufnahme sind zwei unterschiedliche Fragen. Für alles, was nachher nach der ersten gespielten Kugel passiert, lies unseren Artikel über die 7 Fälle einer nichtigen Zielkugel während der Aufnahme.
Schwieriges Terrain: was tun, wenn man die Zielkugel nicht platzieren kann?
Manche Terrains — zu kurz, belegt, mit anderen Spielen zu nah dabei — machen die regelkonforme Platzierung des Schweinchens sehr schwierig, von einem gegebenen Kreis aus sogar unmöglich. Das Reglement sieht für diese Situationen ein offizielles Verfahren vor. Es gibt keine gültige Hausregel — das offizielle Verfahren existiert und ist anzuwenden.
1 La même équipe tente de relancer depuis le même cercle Si le premier lancer est invalide (trop court, trop long, mauvais placement), la même équipe dispose d'un second essai depuis le même emplacement de cercle avant que la procédure évolue. 2 Si toujours impossible : le droit passe à l'équipe adverse Après un ou plusieurs essais infructueux, l'équipe adverse récupère le droit de placer le cochonnet dans une position réglementaire de son choix — dans les limites autorisées. 3 En dernier recours : repositionnement du cercle Dans les situations les plus bloquées, le règlement peut autoriser le déplacement du cercle de lancer à un nouvel emplacement valide. Ce cas doit être validé par l'arbitre en concours. 4 En concours : appeler l'arbitre dès le premier doute Ne pas improviser. L'arbitre connaît la procédure exacte et applique le règlement selon le contexte du terrain. Toute solution inventée entre joueurs peut être contestée et invalider la mène.Praxisfälle auf dem Platz
📏 Le cochonnet atterrit à 5,5 mètres En dessous de 6 mètres, la distance minimale n'est pas atteinte. Le lancer n'est pas valide, même si le but est visible et bien placé sur le terrain. La même équipe doit relancer. → But invalide — à relancer 🎯 Le cochonnet est à 7 mètres mais collé à un arbre Distance correcte, mais trop proche d'un obstacle fixe. La condition de distance aux obstacles n'est pas respectée. Le but n'est pas valide malgré la bonne plage de distance. → But invalide — non conforme ✅ Le cochonnet est à 8,5 mètres, visible, loin des obstacles Toutes les conditions sont remplies. Le but est valide. Si personne ne conteste avant la première boule jouée, la position est acquise pour les deux équipes. → But valide — on joue 🔁 L'équipe rate deux fois la zone valide Après des essais infructueux depuis le même cercle, l'équipe adverse récupère le droit de placer le cochonnet dans la position réglementaire de son choix. → L'adversaire place le but 📐 Doute sur la distance — personne n'a de mètre En concours arbitré : appeler l'arbitre immédiatement, avant toute boule jouée. En amical sans arbitre : estimer ensemble de bonne foi. Jouer sans mesurer vaut acceptation tacite de la position. → Appel arbitre ou accord mutuel ⏱️ Contestation après deux boules jouées Trop tard. Une fois la première boule jouée sans contestation, la position du but est généralement acquise. Contester après coup est irrecevable — même si le but était objectivement invalide. → Contestation irrecevableDie Checkliste zur Überprüfung vor dem Spiel
Sich 5 Sekunden Zeit zu nehmen, um diese drei Punkte zu Beginn der Aufnahme zu prüfen, vermeidet die Mehrheit der Streitfälle. Gewöhne dir das im Freundschaftsspiel an, es wird im Turnier automatisch.
⚡ CHECKLIST — Vor der ersten Kugel- 1 Entfernung 6–10 m — mit dem Auge schätzen oder bei Zweifeln messen. Im Turnier sofort den Schiedsrichter rufen, wenn die Entfernung grenzwertig erscheint.
- 2 Sichtbarkeit vom Kreis aus — in den Kreis stellen und schauen, ob das Schweinchen sichtbar ist. Ein Zweifel wird vor der ersten Kugel geklärt, nie danach.
- 3 Abstände zu Hindernissen und anderen Spielen — prüfen, dass die Zielkugel nicht zu nah an einem Terrainrand, einem festen Hindernis oder einer benachbarten Aufnahme ist.
- 4 Gegenseitiges Einvernehmen vor dem Spiel — wenn sich beide Mannschaften stillschweigend einig sind, indem sie ihre erste Kugel ohne Einspruch werfen, ist die Position erworben. Jetzt ist der Moment zu reden.
Ein Taschenmaßband in der Tasche ist die beste Investition des Turnierspielers. Es erspart die Schätzungen mit dem Auge bei grenzwertigen Entfernungen, es klärt Zweifel in 10 Sekunden, und es verleiht dem, der es benutzt, Autorität. Im Turnier ist nur das Maßband des Schiedsrichters verbindlich — aber deines hilft dir zu wissen, ob es sich lohnt, einen zu rufen.
Häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt
- ✗Vom falschen Punkt messen — der innere Kreisrand ist der offizielle Startpunkt. Messen vom Mittelpunkt oder den Füßen des Spielers verfälscht die Messung um mehrere Zentimeter.
- ✗Den Abstand zur Grundlinie vergessen — nur die Entfernung zum Kreis prüfen, ohne zu schauen, ob die Zielkugel zu nah am Terrainende ist.
- ✗Die Zielkugel zu nah an ein Hindernis werfen — Baum, Bank, Mäuerchen, anderer Kreis... Der Sicherheitsabstand zu Hindernissen kommt zur Bedingung der 6–10 Meter hinzu.
- ✗Eine nicht sichtbare Zielkugel gelten lassen — nicht prüfen, ob das Schweinchen vom Kreis aus sichtbar ist, bevor man zu spielen beginnt.
- ✗Vor der Überprüfung zu spielen beginnen — die erste Kugel spielen, ohne sich von der Gültigkeit der Zielkugel zu überzeugen, schließt das Einspruchsfenster endgültig.
- ✗Eine Hausregel erfinden für das schwierige Terrain — wenn niemand die Zielkugel korrekt platzieren kann, hat das Reglement ein Verfahren. Improvisation erzeugt vermeidbare Streitfälle.
FAQ – Ihre häufig gestellten Fragen
Ja. Die 6–10-Meter-Regel gilt für Junioren- und Seniorspieler. Für die Kategorien der jungen Spieler (Poussin, Benjamin, Minime) sind im Reglement angepasste Entfernungen vorgesehen, allgemein geringer, um den körperlichen Fähigkeiten Rechnung zu tragen. Das geltende FFPJP-Reglement für die genauen betroffenen Kategorien prüfen. Reglementarisch gilt die Überprüfung für jede Aufnahme. In der Praxis schätzen die meisten Spieler mit dem Auge und messen nur bei Zweifeln. Wichtig ist, dass der Einspruch vor der ersten gespielten Kugel erhoben wird — nicht danach. In hochklassigen Turnieren können die Schiedsrichter auf Wunsch systematisch messen. In freien Freundschaftsspielen können sich die Spieler auf andere Entfernungen verständigen. Im offiziellen Turnier (FFPJP, FIPJP) gilt das Reglement streng und keine informelle Absprache zwischen Mannschaften kann von den offiziellen Entfernungen abweichen. Der Schiedsrichter hat das letzte Wort. 6,00 Meter ist die Mindestentfernung — sie ist gültig. Das Reglement sagt "mindestens 6 Meter", also sind genau 6 Meter regelkonform. Der Streit kommt meist von Fällen bei 5,90 m oder 6,05 m, die die Spieler mit bloßem Auge unterschiedlich wahrnehmen. Hier ist ein Taschenmaßband (oder der Schiedsrichter) unerlässlich, um objektiv zu entscheiden. Nein. Der Kreis wird um das Schweinchen der vorherigen Aufnahme gelegt — also dort, wo das Schweinchen nach der Punktezählung liegen geblieben war. Jede neue Aufnahme beginnt also an einem anderen Ort des Terrains, was zu Situationen mit schwierigem Terrain führen kann. Unser Artikel über den Wurfkreis erläutert die Platzierungsregeln für 2026. Ja — aber das ist ein anderer Mechanismus. Die Gültigkeit des Wurfs wird zum Zeitpunkt des Wurfs beurteilt. Wenn die Zielkugel gültig ist und das Spiel beginnt, kann sie danach während der Aufnahme in 7 genauen Situationen nichtig werden (außerhalb des Terrains, unauffindbar usw.). Diese beiden Regeln sind getrennt. Unser Artikel über den nichtigen Zielkugel im Laufe einer Aufnahme détaille ces 7 cas. 📚 Sources officielles- 🔗 Offizielles FIPJP-Regelwerk — fipjp.com
- 🔗 Offizielles FFPJP-Regelwerk — vollständig kommentierte Version auf petanqueland.fr
© La Pétanque von Paquita — petanqueland.fr
Inhalt basiert auf dem offiziellen FIPJP-Regelwerk. Im Zweifel konsultiert immer die aktuell gültige offizielle Version.