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📱 Reglement — Schiedsgericht

Video-Schiedsgericht per Smartphone bei der Pétanque

Einen Schuss filmen, um zu prüfen, ob die Kugel gut war, in Zeitlupe ablaufen lassen, um einen Streitfall zu entscheiden: ist das erlaubt? Was das FFPJP-Reglement wirklich sagt — und was die Praxis verlangt.
Reglement & Schiedsgericht Alle Stufen Von Paquita Lesung: 8 Min
Seit Smartphones in Ultra-Hochauflösung und Zeitlupe filmen, ist die Frage auf den Boulodromen unvermeidlich geworden: darf man Video zur Schiedsprechung nutzen? Darf man dem Gegner zeigen, dass seine Kugel draußen war, oder dass sich das Schweinchen vor dem Treffer bewegt hatte? Das FFPJP-Reglement hat das Smartphone nicht als offizielles Schiedsgerichtswerkzeug vorgesehen — aber die Realität auf dem Terrain ist differenzierter. Vollständige Entschlüsselung.
0
Erwähnung
des Smartphones im FFPJP-Reglement 2026
3 Sek.
Zeitlupe
genügen, um zu sehen, was das bloße Auge nicht sieht
2
Fall
wo das Video legitimerweise helfen kann, ohne zu verstoßen
1
Regel
nur der offizielle Schiedsrichter hat Autorität über die Endentscheidung
In diesem Artikel
  1. Warum sich die Frage heute stellt
  2. Was das Reglement sagt (oder nicht sagt)
  3. Die Fälle, in denen das Video helfen kann
  4. Die Fälle, in denen es problematisch ist
  5. Vergleich der Schiedsgerichtsmittel
  6. Was auf dem Terrain wirklich passiert
  7. FAQ – Ihre häufig gestellten Fragen

1.Warum sich die Frage heute stellt

Vor zehn Jahren erforderte das Filmen einer Pétanque-Partie eine eigene Kamera. Heute hat jeder Spieler in der Tasche ein Gerät, das in 4K mit 120 Bildern pro Sekunde filmen kann. Die Zeitlupe zeigt, was das menschliche Auge nicht erfassen kann: ob eine Kugel die Rahmenkante berührt hat, bevor sie ins Spiel kam, ob sich das Schweinchen schon vor dem Kontakt bewegt hatte, ob die beiden Kugeln gleich weit von der Zielkugel entfernt sind.

Auf den Freundschafts-Terrains hat sich die spontane Nutzung des Videos verbreitet — um Streitfälle zu entscheiden, aber manchmal auch, um Streit zu schüren. Im offiziellen Wettbewerb ist die Lage anders: die Regeln fassen genau ein, wer schiedsrichten darf und wie.

⚖️

Kernpunkt: das FFPJP-Reglement bezeichnet der Schiedsrichter als einzige Autorität auf dem Terrain im Wettbewerb. Kein privates Videogerät kann seine Entscheidung ersetzen — selbst wenn das Video klar das Gegenteil zeigt.

2.Was das Reglement sagt (oder nicht sagt)

Das FFPJP-Reglement 2026 erwähnt das Smartphone, das Video noch irgendein Aufzeichnungsgerät nicht als Schiedsgerichtswerkzeug. Dieses Fehlen ist kein Versehen: es ist eine bewusste Entscheidung, die menschliche Schiedsprechung als einzige Referenz beizubehalten.

Im offiziellen Wettbewerb, der Schiedsrichter hat alleinige Autorität um jeden Streitfall zu entscheiden. Seine Entscheidung ist endgültig, selbst im Fall eines Einspruchs. Er kann ein Video zu Informationszwecken ansehen oder ablehnen, aber keine Regel verpflichtet ihn dazu — und seine Entscheidung bleibt souverän, mit oder ohne Video.

Im Freizeitbereich oder in nicht offiziellen Turnieren gibt es keine verbindliche Regel: die Spieler organisieren sich, wie sie wollen. Das Video kann also legitimerweise dienen, wenn beide Mannschaften es als Referenz akzeptieren — aber sobald eine Uneinigkeit bestehen bleibt, kehrt man zu den klassischen Schiedsgerichtsmitteln zurück (Messen, Benennung eines Schiedsrichters).

📖
Paquitas Rat

Bevor Sie Ihr Smartphone zur Schiedsprechung herausnehmen, stellen Sie die Frage laut: "Sind wir uns beide einig, uns auf das Video zu verlassen?" Wenn eine Mannschaft ablehnt, hat das Video keinen Wert zur Entscheidung — und zu bestehen verschlimmert den Streit nur. Das vorherige Einvernehmen beider Mannschaften ist unerlässlich.

3.Die Fälle, in denen das Video helfen kann

Es gibt mehrere Situationen, in denen ein Video eine nützliche Information liefert, ohne irgendetwas zu verstoßen:

Kugel außerhalb des Terrains

Wenn eine Kugel den Rand gestreift hat und niemand klar gesehen hat, ob sie ihn überschritten hat, kann ein aus guter Position gefilmtes Video den Zweifel ausräumen. Das ist einer der häufigsten Fälle, in denen das Video einvernehmlich akzeptiert wird, im Freizeitbereich wie im Amateurturnier.

Bewegung des Schweinchens vor dem Schuss

Ein Schweinchen, das von einer rollenden Kugel bewegt wurde, bevor es vom gezielten Schuss getroffen wurde — seltene Situation, aber Quelle von Streitfällen. Ein Video in Zeitlupe zeigt ohne Mehrdeutigkeit die Reihenfolge der Ereignisse. Das ist wahrscheinlich der objektiv nützlichste Fall des Videos.

Verglichene Entfernung zwischen Kugeln

Zwei Kugeln, die "gleichauf" mit der Entfernung zum Schweinchen scheinen: ein Video in senkrechter Draufsicht kann manchmal den Zweifel ausräumen, auch wenn die physische Messung die reglementarische Referenz bleibt. In der Praxis kann, wenn das Bild klar genug und aus guter Position aufgenommen ist, es genügen, die Debatte zu beenden.

4.Die Fälle, in denen es problematisch ist

Das Video löst nicht alles — und kann sogar bestimmte Streitfälle verschlimmern:

Unzureichender Aufnahmewinkel: ein von der Seite oder in Untersicht gefilmtes Video gibt ein verzerrtes Bild der Entfernungen und Positionen. Es kann sogar in die Irre führen, und jedes Lager wird interpretieren, was es sieht, zu seinem Vorteil.

Fehlende Referenzposition: damit ein Video nützlich ist, muss es vor dem Verschieben der Kugeln gefilmt worden sein. Wenn jemand die Kugeln schon berührt hat, um "zu prüfen", zeigt das Video nicht mehr die Ursprungssituation.

Im offiziellen Wettbewerb: ein Smartphone während einer Schiedsrichterentscheidung herauszunehmen kann als Anfechtung der Schiedsrichterautorität ausgelegt werden. Der Schiedsrichter kann beschließen, seine Entscheidung beizubehalten, ohne das Video zu konsultieren, und jeder ausgeübte Druck kann sanktioniert werden.

Zuverlässigkeit der Schiedsgerichtsmittel — von 10
Physische Messung (Messschieber, Maßband) · 10/10
Absolute reglementarische Referenz. Immer Vorrang vor jedem anderen Mittel.
Gut gefilmtes Smartphone-Video · 6/10
Nützlich für ausgetretene Kugeln oder das verschobene Schweinchen, bei korrektem Blickwinkel.
Bloßes Auge allein · 4/10
Subjektiv, beeinflusst von Position und Einsatz. Hauptquelle von Streitfällen.

5.Vergleichstabelle der Schiedsgerichtsmittel

MittelOffizieller WettbewerbFreizeit / Amateurturnier
Physische MessungReglementarischImmer gültig
SchiedsrichterentscheidAbsolute AutoritätWenn benannt
Smartphone-VideoGeduldet, nicht obligatorischBei Einvernehmen beider Mannschaften
Bloßes Auge / KonsensIm Streitfall unzureichendAkzeptabel bei Einstimmigkeit

6.Was auf dem Terrain wirklich passiert

Die Realität der Boulodrome übersteigt oft den strengen reglementarischen Rahmen. In der Praxis beobachtet man Folgendes:

Im Freizeitbereich: das Video wird zunehmend spontan genutzt, und es wird allgemein gutwillig akzeptiert, wenn beide Mannschaften in fair-play-Gesinnung spielen. Es vermeidet unnötige Streitigkeiten über Situationen, die niemand klar gesehen hat. Die mündliche Absprache genügt: "Schauen wir das Video an?" — und wenn alle ja sagen, ist es gültig.

Im Amateurturnier: die Nutzung variiert je nach Veranstalter. Manche akzeptieren das Video explizit für Fälle ausgetretener Kugeln oder eines verschobenen Schweinchens. Andere halten an der Regel "nur physische Messung" fest. Klug ist, sich vor dem Turnier zu erkundigen.

Im Verbands-Wettbewerb: das Video ersetzt nie den Schiedsrichter. Es kann gezeigt werden, um einen Einspruch zu veranschaulichen, aber der Schiedsrichter ist frei, es nicht zu berücksichtigen. Kein offizielles Ergebnis wurde je nur auf der Basis eines Smartphone-Videos umgestoßen, das ein Spieler vorgelegt hat.

Durchschnittliche Dauer der Lösung eines Streitfalls je nach Methode
Messung
~15 Sekunden
Video
~45 Sekunden
Schiedsrichter(in)
1–3 Minuten
Verbale Debatte
variabel, oft lang
🧠
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FAQ – Ihre häufig gestellten Fragen

Nein. Der Schiedsrichter ist frei, ein Video zu konsultieren oder nicht. Er kann es zu Informationszwecken ansehen, aber seine Entscheidung bleibt souverän und kein Text verpflichtet ihn, sein Urteil auf Basis eines Videos zu revidieren. Im offiziellen Wettbewerb ist seine Entscheidung endgültig und ohne sofortige Berufung.
Von den Tribünen oder als Zuschauer zu filmen ist generell erlaubt, außer der Veranstalter sagt etwas anderes. Als Spieler während der Partie zu filmen (außerhalb der aktiven Spielmomente) wird geduldet, aber dieses Video zu nutzen, um eine Schiedsrichterentscheidung anzufechten, ist im Reglement nicht vorgesehen und kann als Anfechtung der Autorität ausgelegt werden.
Selten, denn die Schärfentiefe und der Blickwinkel erzeugen Verzerrungen. Ein von der Seite gefilmtes Video kann eine Kugel näher erscheinen lassen, als sie ist. Die physische Messung mit einem Messschieber bleibt bei weitem die zuverlässigste Methode und die einzige reglementarisch anerkannte. Das Video kann den Zweifel für "sehr offensichtliche" Fälle ausräumen, aber nie für knappe Situationen.
Drei praktische Regeln: (1) sicherstellen, dass beide Mannschaften das Video als Referenz akzeptieren, bevor man es ansieht; (2) prüfen, dass das Video aus guter Position gefilmt wurde, vor jeder Verschiebung der Kugeln; (3) wenn das Bild nicht eindeutig ist, zur physischen Messung zurückkehren oder einen Terrain-Schiedsrichter benennen. Das Video soll den Zweifel ausräumen, nicht einen neuen schaffen.
Zu diesem Thema ist für 2026 keine offizielle Änderung angekündigt. Der Trend in den Mannschaftssportarten ist, das Video allmählich in die Schiedsprechung zu integrieren, aber für die Pétanque macht die Einfachheit des Spiels (physische Messung in wenigen Sekunden möglich) die Dringlichkeit weniger drängend. Das Thema existiert in den Verbandsdiskussionen, aber ohne genauen Zeitplan.
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