1.Die typische Verwechslung: in der Nähe eines Hindernisses werfen oder dorthin verschoben werden
Dieselbe optische Position kann zwei völlig unterschiedliche Situationen verbergen. Zu Beginn einer Aufnahme muss die Mannschaft die Zielkugel aus einem Wurfkreis werfen, der mindestens einen Meter von jedem Hindernis entfernt liegt. Die Zielkugel muss ebenfalls mindestens einen Meter vom nächstgelegenen Hindernis entfernt liegen, in einem Abstand zwischen sechs und zehn Metern für Junioren und Senioren. Diese Bedingungen dienen der Gültigkeit des Anfangswurfs.
Nach dem ersten Schuss oder dem ersten Anschießen kann sich die Zielkugel bewegen. Eine Kugel der Partie kann sie gegen eine Mauer, einen Baum, eine Umrandung oder eine Schnur stoßen. Artikel 11 des internationalen Reglements präzisiert, dass die durch die Wirkung einer gespielten Kugel dieser Partie verschobene Zielkugel gültig ist. Die Meter-Regel darf also nicht mechanisch auf jede neue Position angewendet werden.
2.Das Ziel kommt nahe an die Mauer: geht die Aufnahme weiter?
Ja, wenn die Zielkugel im zulässigen Spielfeld geblieben ist und unter den im Reglement vorgesehenen Bedingungen vom Wurfkreis aus sichtbar bleibt. Eine Kugel, die die Zielkugel berührt hat, kann also eine spektakuläre Position erzeugen, fast an ein Hindernis geklebt, ohne dass der Schiedsrichter die Aufnahme sofort unterbricht.
Die erste Prüfung betrifft die Spielfeldgrenze. Eine Zielkugel, die auf der Grenze eines zulässigen Spielfelds liegt, bleibt gültig. Sie wird erst ungültig, wenn sie diese Grenze vollständig überschritten hat, also wenn sie vollständig jenseits der senkrechten Projektion der Verlustlinie liegt. Das Vorhandensein einer Schnur ist nicht immer gleichbedeutend mit Verlust: Es kommt darauf an, wie das Spielfeld von der Organisation festgelegt wurde.
Die zweite Prüfung ist die Sichtbarkeit. Eine von einer Kugel verdeckte Zielkugel gilt nicht allein aus diesem Grund als ungültig. Der Schiedsrichter kann vorübergehend eine Kugel entfernen, um die Sichtbarkeit zu prüfen. Wenn die Zielkugel hingegen vom Wurfkreis aus nicht mehr sichtbar ist, obwohl sie sich auf zulässigem Gelände befindet, kann Artikel 9 zu ihrer Ungültigkeit führen.
Der Test in drei Fragen
3.Die Fälle, in denen die Zielkugel wirklich ungültig wird
Das Reglement sieht mehrere Fälle vor. Eine ins verbotene Gelände verschobene Zielkugel ist ungültig, auch wenn sie danach ins zulässige Gelände zurückkehrt. Sie kann ebenfalls ungültig sein, wenn sie bei den Senioren zwanzig Meter vom Wurfkreis überschreitet, wenn sie unter den regelgerechten Bedingungen nicht mehr sichtbar ist oder wenn sie durch die Wirkung einer Kugel auf verbotenes Gelände verschoben wird und dann zurückkehrt. Eine Wasserpfütze, auf der die Zielkugel frei schwimmt, wird ebenfalls als verbotenes Gelände behandelt.
In der Praxis genügt das Wort « Hindernis » also nicht. Ein festes Hindernis innerhalb des Spielfelds ist keine Verlustlinie. Ein Baumstumpf, ein Stein oder eine Umrandung können das Messen und die Flugbahn erschweren, ohne die Zielkugel ungültig zu machen. Wenn die Zielkugel hingegen die Grenze eines Rahmens, der als verbotenes Gelände gilt, vollständig überschreitet, ändert sich die Situation.
Außerdem muss zwischen einer spielbedingten und einer unbeabsichtigten Verschiebung unterschieden werden. Wind, Gefälle, Zuschauer, Schiedsrichter, Tier oder beweglicher Gegenstand: Bewegt sich die markierte Zielkugel aus einem dieser Gründe, muss sie an ihre ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden. Die Markierung ist entscheidend; ohne sie wird keine Reklamation bezüglich der vorherigen Position anerkannt.
4.Was in der nächsten Aufnahme tun, wenn das Ziel zu nah ist?
Am Ende der Aufnahme wird die Position der Zielkugel zum Bezugspunkt für den nächsten Kreis, es sei denn, dieser läge weniger als einen Meter von einem Hindernis entfernt oder die vorgeschriebenen Entfernungen könnten nicht eingehalten werden. Im ersten Fall zeichnet oder legt die Mannschaft den Kreis im vorgeschriebenen Mindestabstand zum Hindernis. Sie darf nicht frei einen mehrere Meter entfernten, günstigeren Punkt wählen.
Anschließend wird die Zielkugel in der Ausrichtung der vorherigen Aufnahme und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Entfernungen erneut ausgeworfen. Ist in keiner Richtung ein regelkonformer Wurf möglich, darf der Spieler den Kreis in dieser Ausrichtung zurückversetzen, ohne die Höchstentfernung zu überschreiten. Er darf ihn jedoch nicht seitlich verschieben, um eine bessere Linie zu erhalten.
Die Entscheidungslogik
Je näher die Situation dem Ende der Aufnahme ist, desto mehr muss man die Entscheidungen trennen:
5.Festes Hindernis, Schnur und Grenze: nichts durcheinanderbringen
Ein festes Hindernis ist Bestandteil des Spielfelds. Die Spieler dürfen es nicht verschieben, niederdrücken oder entfernen, um eine Laufbahn zu erleichtern. Bei einer Messung erlaubt das Reglement, bewegliche Hindernisse zwischen Zielkugel und Kugeln vorübergehend zu entfernen, sofern sie anschließend zurückgelegt werden. Kann das Hindernis nicht entfernt werden, wird mit einem Zirkel gemessen.
Bei Turnieren ist den Begrenzungsschnüren besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Auf einer Anlage mit mehreren Spielfeldern sind manche Schnüre keine Auslinien; hintere Feldbegrenzungen und äußere Begrenzungen können es sein. Entscheidend sind die Turnierbestimmungen und die Spielfeldmarkierung. Im Zweifelsfall fragt man den Schiedsrichter, bevor etwas bewegt wird.
| Situation | Grundsatzentscheidung | Reflex |
|---|---|---|
| Kugel schiebt die Zielkugel nahe an eine Mauer | Zielkugel gültig, wenn sie spielbar und sichtbar bleibt | Nicht an die vorherige Stelle zurücklegen |
| Wind oder Zuschauer verschiebt das markierte Ziel | Rückkehr an den ursprünglichen Platz | Feststellen lassen und zurücklegen |
| Zielkugel vollständig jenseits einer Auslinie | Ziel ungültig | Die Regel des ungültigen Ziels anwenden |
| Nächster Kreis weniger als einen Meter entfernt | Wurfkreis an der regelgerechten Grenze | Aus diesem neuen Wurfkreis wiederaufnehmen |
6.Der richtige Reflex im Wettbewerb
Wenn eine Kugel das Schweinchen in Richtung eines Hindernisses verschiebt, lässt man die Kugeln liegen und prüft die Situation. Die Zielkugel wird nicht berührt, um sie „wieder auf Abstand zu bringen“. Man stellt die Spielfeldgrenze fest, prüft die Sichtbarkeit vom Kreis aus und ruft den Schiedsrichter, wenn Schnur oder Hindernis unklar sind. Eine vorschnelle Entscheidung kann nach Fortsetzung der Aufnahme einen nicht mehr behebbaren Streit auslösen.
Die Mitspieler können Zielkugel und Kugeln markieren, sobald sich die Situation stabilisiert hat. Diese einfache Maßnahme sichert den weiteren Spielverlauf: Bewegt Wind oder Gefälle das Schweinchen erneut, hat der Schiedsrichter einen Vergleichspunkt. Das Reglement bevorzugt die festgestellte und markierte Position, nicht die Erinnerung der Spieler.
Mach in einer knappen Partie aus einem Hindernis keinen Streitfall. Frage zuerst: „Wurde die Zielkugel von einer Kugel dieser Aufnahme verschoben?“ Falls ja, bleibt sie liegen, solange sie sich in gültigem Gelände befindet und sichtbar ist. Die Regel wird einfacher, wenn man eine spielbedingte Verschiebung vom ungültigen ursprünglichen Zielkugelwurf unterscheidet.
Die Der ultimative Ratgeber für schwierige Böden hilft dabei, Gefälle, Hindernisse und Bereiche zu erkennen, die die Taktik einer Aufnahme tatsächlich verändern.
FAQ — Die häufigen Fragen
Bestellnummer: offizielles FIPJP-Reglement, Artikel 7, 9, 11, 12, 13 und 24. Die FIPJP weist darauf hin, dass für 2026 keine Änderung des Spielreglements beschlossen wurde.